Liebe zukünftige Friseure und Friseurinnen,
Kennt ihr das Gefühl? Die praktische Gesellenprüfung rückt näher und die Nerven liegen blank. Ich kann mich noch genau erinnern, wie aufgeregt ich war!
Doch keine Sorge, es ist machbar, wenn man die richtigen Tricks kennt. Es geht nicht nur ums Können, sondern auch um smarte Vorbereitung und eine gute Portion Selbstvertrauen.
Ich habe über die Jahre hinweg so einige Strategien gesammelt, die euch helfen werden, diese letzte Hürde mühelos zu nehmen. Im folgenden Artikel zeige ich euch, wie ihr eure praktische Friseurprüfung garantiert erfolgreich meistert!
Liebe zukünftige Friseure und Friseurinnen,Kennt ihr das Gefühl?
Das A und O: Eine durchdachte Arbeitsplanung ist dein Ass im Ärmel

Gerade in der Prüfung, wenn die Zeit rennt und die Prüfer genau hinschauen, ist eine strukturierte Herangehensweise Gold wert. Ich habe es selbst erlebt: Wenn du genau weißt, was du tust und warum, strahlst du Ruhe und Professionalität aus.
Das beginnt schon lange vor dem eigentlichen Prüfungstag. Denk immer daran, deine Arbeitsplanung ist wie dein persönlicher Fahrplan durch die Prüfung.
Jedes Detail zählt hier. Du musst nicht nur die Techniken beherrschen, sondern auch erklären können, warum du dich für eine bestimmte Vorgehensweise entscheidest.
Warum gerade diese Wicklergröße? Welches Dauerwellpräparat ist für diesen Haartyp optimal? Das ist das sogenannte situative Fachgespräch, das während der praktischen Aufgabe stattfindet und bei dem die Prüfer auf deine fachlichen Hintergründe und Begründungen achten.
Wenn du das in deiner Planung schon vorwegnimmst, bist du einen riesigen Schritt weiter. Ich empfehle euch wirklich, diese Arbeitsplanung nicht nur einmal, sondern mehrmals durchzugehen und laut zu formulieren, als würdet ihr es einem Kunden erklären.
Das festigt das Wissen und macht euch sicherer.
Deine persönliche Prüfungsmappe: Mehr als nur Papier
Die Prüfungsmappe ist dein ganz persönliches Meisterwerk, das deine Kompetenz widerspiegelt. Hier geht es nicht nur darum, die Aufgaben korrekt zu beschreiben, sondern auch deine Gedanken und Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.
Ich erinnere mich, wie ich damals stundenlang an meiner Mappe gefeilt habe, um jede Nuance der Haarfarbe, jeden Schnittwinkel und jede Technik präzise zu dokumentieren.
Die Prüfer sind da wirklich streng: Wenn das Ergebnis nicht genau dem entspricht, was in deiner Mappe steht, kann das als Themaverfehlung gewertet werden.
Stell dir vor, du hast eine Farbe geplant, die in der Realität etwas anders ausfällt – das kann schon Punkte kosten. Deshalb: Sei extrem akribisch! Jede Abweichung, sei sie noch so klein, sollte vermieden werden.
Ich habe gelernt, dass es unglaublich wichtig ist, nicht nur die Technik zu beherrschen, sondern auch die exakte Dokumentation dieser Technik zu liefern.
Der situative Fachdialog: Zeig dein Können, nicht nur deine Hände
Das Fachgespräch ist für viele eine große Hürde, aber ich sehe es als Chance. Es ist eure Möglichkeit zu zeigen, dass ihr nicht nur handwerklich top seid, sondern auch das nötige Fachwissen im Kopf habt.
Die Prüfer wollen keine mündliche Prüfung, sondern eine Erörterung unter “Fachleuten”. Sie fragen euch, warum ihr bestimmte Produkte oder Techniken gewählt habt.
Mein Tipp: Übt das Gespräch zu Hause mit Freunden oder Familie. Lasst sie euch typische Fragen stellen, wie: „Warum hast du diese Dauerwellflüssigkeit gewählt?“ oder „Was wäre, wenn das Ergebnis anders als geplant ausfällt?“.
Seid ehrlich, wenn etwas nicht perfekt gelaufen ist, und erklärt, wie ihr es beim nächsten Mal besser machen würdet. Das zeigt Reife und Lernbereitschaft – Eigenschaften, die jeder gute Friseur braucht.
Meisterliche Schnitttechniken und ihr Geheimnis
Der Haarschnitt ist für viele Friseure die Königsdisziplin, und das zu Recht. Es ist nicht einfach nur Haare kürzen, sondern eine Kunstform, die Präzision, ein geschultes Auge und ein tiefes Verständnis für Formen und Strukturen erfordert.
Ich kann mich noch gut erinnern, wie meine Hände beim ersten Prüfungsschnitt zitterten! Doch mit genügend Übung und den richtigen Kniffen wird auch das zur Routine.
In der Prüfung wird erwartet, dass ihr klassische und moderne Techniken beherrscht, oft an Damen- und Herrenmodellen. Das bedeutet, ihr müsst nicht nur einen Basishaarschnitt nach Arbeitsplanung ausführen, sondern auch eine deutliche Veränderung von Form und Fülle zeigen, bei der Schnittlinien und Verbindungspunkte klar erkennbar sind.
Es geht darum, sauber und präzise zu arbeiten. Jede noch so kleine Unebenheit fällt den prüfenden Augen sofort auf.
Präzision im Schnitt: Jeder Winkel zählt
Gerade beim Schneiden ist Präzision das A und O. Denkt daran, wie wichtig es ist, Abteilungen sauber zu ziehen und Winkel exakt einzuhalten. Ich habe damals immer wieder kleine Partien abgeteilt und überprüft, ob alles symmetrisch ist.
Ein 90-Grad-Winkel ist eben ein 90-Grad-Winkel, nicht 85 oder 95 Grad. Die Prüfer schauen genau auf solche Details. Übt verschiedene Basishaarschnitte so lange, bis sie euch in Fleisch und Blut übergehen.
Ein sauberer Schnitt ist die Grundlage für jede Frisur und zeigt eure handwerkliche Meisterschaft. Ich habe meine Lehrer immer wieder gebeten, meine Schnitte zu kontrollieren und mir ganz genau zu zeigen, wo Fehler lagen und wie ich sie korrigieren konnte.
Das Feedback ist Gold wert!
Kreatives Styling und Finishtechniken: Der letzte Schliff
Nach dem Schnitt kommt das Styling, und hier könnt ihr eure Kreativität unter Beweis stellen. Es geht nicht nur darum, die Haare zu föhnen oder einzulegen, sondern eine harmonische Gesamtfrisur zu kreieren.
Hier werden oft Frisurengestaltungen mit zwei Einlegetechniken erwartet, beispielsweise Wasserwelle, Papilloten oder Flachwellwickler. Ich liebe diesen Teil der Arbeit, weil man hier wirklich sehen kann, wie eine Vision zum Leben erwacht.
Aber Achtung: Auch hier ist Präzision wichtig. Das Ausfrisieren muss sitzen, die Frisur muss halten und einen gepflegten Eindruck machen. Und vergesst nicht die Finishtechniken – ein guter Abschluss macht den Unterschied!
Es ist nicht einfach nur “eine Tonne Haarspray drauf”, sondern gezielt und präzise die Stellen fixieren, die es brauchen.
Farbenlehre und chemische Prozesse im Griff haben
Haare färben ist so viel mehr als nur Farbe auf das Haar auftragen. Es ist Chemie, Kunst und ein tiefes Verständnis für Pigmente und Haarstrukturen. Ich persönlich finde diesen Bereich unglaublich faszinierend, aber er birgt auch die größten Herausforderungen, wenn man nicht genau weiß, was man tut.
In der Prüfung werdet ihr aufgefordert, Haarfarbe in Farbtiefe und -richtung zu verändern. Das erfordert nicht nur technisches Können, sondern auch ein fundiertes theoretisches Wissen.
Eine falsche Mischung oder Einwirkzeit kann schnell zu einem unerwünschten Ergebnis führen – und das ist in der Prüfung natürlich ein absolutes No-Go.
Die Wissenschaft der Haarfarbe: Mischen und Anwenden
Versteht die Grundlagen der Farbenlehre in- und auswendig. Wisst, welche Primärfarben welche Sekundärfarben ergeben, wie Komplementärfarben funktionieren und wie die Ausgangsbasis des Haares das Endergebnis beeinflusst.
Ich habe damals so viele Farbkreise gezeichnet und mir verschiedene Nuancen und ihre Wirkungen immer wieder vor Augen geführt. Es ist entscheidend, die verschiedenen Färbetechniken zu beherrschen – ob Strähnen, Balayage oder eine Globalfärbung.
Und ganz wichtig: Beachtet immer die Hautschutzmaßnahmen, denn die chemischen Produkte können Reizungen verursachen. Das zeigt, dass ihr nicht nur die Technik, sondern auch die Sicherheit des Modells im Blick habt.
Dauerwellen und Umformungen: Die Kunst der Verwandlung
Auch die Dauerwelle ist ein Bereich, der präzises Wissen und viel Fingerspitzengefühl erfordert. Haare dauerhaft umzuformen erfordert den Einsatz von Dauerwellpräparaten und das Arbeiten mit klassischen Wicklern.
Hierbei ist es essenziell, die Haarstruktur richtig zu beurteilen und das passende Präparat sowie die richtige Wickeltechnik zu wählen. Ich erinnere mich an einen Fall in meiner Ausbildung, wo ein Azubi die Einwirkzeit völlig falsch eingeschätzt hat – das Ergebnis war…
nun ja, nennen wir es “überraschend”. Deshalb ist es so wichtig, die Theorie hinter den chemischen Prozessen wirklich zu verstehen. Übt das Wickeln auf einem Übungskopf immer wieder, bis jeder Wickler perfekt sitzt und die Spannung gleichmäßig ist.
Kundenkommunikation: Dein Erfolgsfaktor im Salon
Als Friseur bist du nicht nur Handwerker, sondern auch Seelsorger, Berater und Vertrauter. Die Kommunikation mit dem Kunden ist der Schlüssel zu einem perfekten Ergebnis und einem zufriedenen Salonbesuch.
In der Prüfung wird ein Beratungsgespräch erwartet, und genau hier trennt sich oft die Spreu vom Weizen. Es geht darum, die Wünsche des Kunden zu erkennen oder sogar zu wecken und diese dann professionell umzusetzen.
Ich habe im Laufe meiner Karriere gelernt, dass Zuhören manchmal wichtiger ist als Reden.
Das Beratungsgespräch: Mehr als nur “Was darf’s sein?”
Ein gutes Beratungsgespräch ist keine Floskel, sondern eine tiefgehende Auseinandersetzung mit den Vorstellungen und Bedürfnissen des Kunden. Früher wurde das in der Ausbildung oft vernachlässigt, aber heute ist es unerlässlich.
Stellt offene Fragen, hört genau zu, schaut euch die Haarstruktur an und gebt ehrliche, aber professionelle Empfehlungen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kunden es schätzen, wenn man ihnen Alternativen aufzeigt oder erklärt, warum ein bestimmter Wunsch vielleicht nicht ideal für ihr Haar ist.
Das schafft Vertrauen und zeigt eure Expertise. Übt solche Gespräche mit Kollegen oder Freunden – es muss sich natürlich anfühlen und authentisch sein.
Umgang mit schwierigen Situationen: Souveränität zeigen
Manchmal läuft nicht alles nach Plan, und das ist auch in der Prüfung nicht anders. Ein Kunde könnte unzufrieden sein, eine Technik nicht wie erwartet funktionieren.
In solchen Momenten ist es wichtig, ruhig und souverän zu bleiben. Zeigt den Prüfern, dass ihr auch unter Druck einen kühlen Kopf bewahrt und lösungsorientiert seid.
Wenn ein Haarschnitt nicht perfekt sitzt oder die Farbe nicht hundertprozentig passt, sprecht es im Fachgespräch an, erklärt, was passiert ist und wie ihr es beheben würdet.
Das ist keine Schwäche, sondern zeugt von Professionalität und der Fähigkeit zur Selbstreflexion. Ich habe selbst erlebt, wie wichtig es ist, Fehler einzugestehen und daraus zu lernen.
Zeitmanagement: Keine Panik auf der Prüfungsfläche
Die Zeit ist in der praktischen Prüfung oft der größte Feind. Plötzlich scheinen die Minuten zu rasen, und man hat das Gefühl, nicht fertig zu werden.
Ich kann euch versichern, dieses Gefühl kenne ich nur zu gut! Aber mit der richtigen Strategie und ein bisschen Übung lässt sich der Zeitdruck meistern.
Im Friseurhandwerk ist Zeitmanagement ohnehin entscheidend für einen reibungslosen Ablauf und zufriedene Kunden, und das gilt doppelt für die Prüfung.
Strategien für effektives Arbeiten unter Zeitdruck
Mein wichtigster Tipp ist hier: Üben, üben, üben! Und zwar nicht nur die Techniken an sich, sondern auch das Arbeiten unter realistischem Zeitdruck. Stellt euch einen Timer, so wie er auch in der Prüfung läuft.
Lernt, Pufferzeiten einzuplanen, denn unerwartete Verzögerungen können immer mal passieren. Überlegt euch im Vorfeld genau, wie lange ihr für jeden Schritt braucht, und versucht, diesen Zeitplan einzuhalten.
Ich habe mir sogar kleine Notizen gemacht, welche Schritte wie viel Zeit in Anspruch nehmen sollten. Das hilft ungemein, ein Gefühl für die benötigte Dauer zu bekommen und sich nicht zu verzetteln.
Konzentration und Fokus: Bleib bei dir
In der Prüfungsumgebung ist es leicht, sich ablenken zu lassen. Andere Prüflinge, die Prüfer, die Geräusche – all das kann die Konzentration stören. Ich habe gelernt, mich in solchen Situationen auf mich selbst zu konzentrieren.
Blendet alles andere aus und fokussiert euch auf eure Aufgabe. Atmet tief durch, wenn ihr merkt, dass die Nerven blank liegen. Eine kurze mentale Pause kann Wunder wirken.
Und vergesst nicht die kleinen Rituale, die euch Sicherheit geben. Ob es das kurze Innehalten vor dem ersten Schnitt ist oder ein tiefer Atemzug vor dem Fachgespräch – findet euren Anker.
Das hat mir persönlich immer sehr geholfen, ruhig zu bleiben.
Der perfekte Auftritt: Pflege und Styling bis ins Detail

Man sagt ja, der erste Eindruck zählt, und das gilt ganz besonders in unserem Beruf. Als angehende Friseure seid ihr wandelnde Visitenkarten eures Handwerks.
Euer eigenes Erscheinungsbild spricht Bände über eure Professionalität und euer ästhetisches Empfinden. Ich habe immer darauf geachtet, dass ich am Prüfungstag von Kopf bis Fuß gepflegt war, denn das strahlt nicht nur Selbstbewusstsein aus, sondern signalisiert den Prüfern auch, dass ihr euren Beruf ernst nehmt.
Dein eigener Look: Spiegel deiner Professionalität
Überlegt euch schon im Vorfeld, was ihr am Prüfungstag tragen wollt. Es sollte bequem sein, aber gleichzeitig professionell und sauber. Achtet auf gepflegte Hände und Nägel – als Friseur sind das eure wichtigsten Werkzeuge!
Auch eure eigene Frisur sollte sitzen und euren Fähigkeiten entsprechen. Zeigt, dass ihr nicht nur für andere tolle Looks kreieren könnt, sondern auch für euch selbst ein gutes Händchen habt.
Ich habe damals extra meine Haare am Vortag frisch gefärbt und geschnitten, damit alles perfekt war. Es sind diese kleinen Details, die einen großen Unterschied machen können.
Umgang mit dem Prüfungsmodell: Respekt und Empathie
Euer Prüfungsmodell ist mehr als nur ein „Kopf zum Üben“ – es ist ein Mensch, der euch vertraut. Der respektvolle und empathische Umgang mit eurem Modell ist ein wichtiger Bestandteil der Bewertung.
Schließlich simuliert die Prüfung eine reale Salonsituation. Sprecht mit eurem Modell, erklärt ihm, was ihr tut, und sorgt dafür, dass es sich wohlfühlt.
Ich habe immer versucht, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen, auch wenn ich innerlich vor Anspannung kochte. Das überträgt sich nicht nur auf euer Modell, sondern auch auf die Prüfer, die eure soziale Kompetenz wahrnehmen.
Wahlqualifikationen: Deine Chance auf individuelle Exzellenz
Die Friseur-Gesellenprüfung Teil II bietet euch die Möglichkeit, eine Wahlqualifikation zu wählen, die eure individuellen Stärken und Interessen widerspiegelt.
Das ist eine fantastische Chance, euch in einem Bereich besonders hervorzuheben und zu zeigen, wofür euer Herz schlägt. Ob es nun pflegende Kosmetik, Visagistik, Langhaarfrisuren, Nageldesign, Haarersatz oder Coloration ist – wählt das, was euch am meisten liegt und worin ihr euch am sichersten fühlt.
Ich habe mich damals für Visagistik entschieden, weil ich schon immer eine Leidenschaft für Make-up hatte und diese Fähigkeit perfekt zu meinem Gesamtpaket als Friseurin passte.
Die richtige Wahl treffen: Wo liegen deine Stärken?
Bevor ihr euch festlegt, überlegt genau: Was macht euch wirklich Spaß? Wo habt ihr bereits viel Erfahrung gesammelt? Welche Fertigkeiten wollt ihr später im Beruf besonders einsetzen?
Sprecht mit euren Ausbildern und Mitschülern. Manchmal sieht jemand anderes eure Talente klarer als ihr selbst. Ich habe damals auch viele Hochzeiten und Events gestylt, was mir eine gute Grundlage für die Visagistik-Prüfung gab.
Es ist wichtig, dass ihr euch in dem gewählten Bereich nicht nur gut auskennt, sondern auch wirklich glänzen könnt.
Vertiefung und Perfektionierung: Geh die Extrameile
Sobald ihr eure Wahl getroffen habt, taucht tief in das Thema ein. Lest Fachliteratur, schaut euch Tutorials an, übt an Modellen und fragt Experten. Für meine Visagistik-Prüfung habe ich nicht nur die verschiedenen Make-up-Techniken perfektioniert, sondern mich auch intensiv mit Gesichtsformen, Farbtypen und den neuesten Trends auseinandergesetzt.
Das zeigt den Prüfern, dass ihr über das Pflichtprogramm hinausgeht und eine echte Leidenschaft für euer Fach habt. Geht die Extrameile, denn genau das bleibt in Erinnerung.
| Prüfungsbereich | Häufige Fehler | Mein Tipp zur Vermeidung |
|---|---|---|
| Arbeitsplanung / Mappe | Unpräzise Formulierungen, Abweichung von Plan zu Ausführung | Mehrmaliges Durchsprechen, Abweichungen sofort notieren und begründen |
| Haarschnitt | Ungenauigkeiten, unsymmetrische Linien, fehlende Verbindungspunkte | Regelmäßiges Üben, Spiegelkontrolle, Feedback von Ausbildern einholen |
| Färben / Dauerwelle | Falsche Produktwahl, ungleichmäßige Anwendung, falsche Einwirkzeit | Intensives Verständnis der Chemie, Strähnchentests, präzises Abmessen |
| Fachgespräch | Unsicherheit, fehlende Begründungen, keine Selbstreflexion bei Fehlern | Gesprächssituationen üben, Fachbegriffe parat haben, Fehler konstruktiv ansprechen |
| Zeitmanagement | Planlosigkeit, Hektik, nicht fertig werden | Realistische Zeitplanung, Pufferzeiten, konzentriertes Arbeiten |
Mentale Stärke: Dein innerer Kompass zum Erfolg
Ich weiß, wie sehr die Nerven vor so einer wichtigen Prüfung blank liegen können. Die Angst, etwas falsch zu machen, die Erwartungen an sich selbst – das kann einen ganz schön unter Druck setzen.
Aber ich habe gelernt: Die mentale Einstellung ist fast genauso wichtig wie das fachliche Können. Wenn du innerlich ruhig und selbstbewusst bist, strahlst du das auch aus, und das nehmen die Prüfer wahr.
Es geht darum, deine Nervosität in positive Energie umzuwandeln.
Umgang mit Prüfungsangst: Durchatmen und Vertrauen
Es ist völlig normal, aufgeregt zu sein, das gehört dazu. Aber lass dich nicht von der Angst lähmen. Was mir immer geholfen hat, war die Visualisierung: Stell dir vor, wie du die Prüfung mit Bravour meisterst, wie du jeden Schritt souverän ausführst und die Prüfer beeindruckst.
Das mag banal klingen, aber es wirkt Wunder für das Selbstvertrauen. Ich habe auch kleine Entspannungsübungen gemacht, wie tiefes Ein- und Ausatmen, um meinen Puls zu beruhigen.
Vertraue auf das, was du gelernt hast, und auf dein Können. Du bist nicht umsonst so weit gekommen!
Positives Denken und Selbstmotivation: Dein größter Fan bist du selbst
Rede dir selbst gut zu. Sei dein eigener größter Fan! Statt zu denken “Was, wenn ich das nicht schaffe?”, denk “Ich habe hart gearbeitet und ich werde mein Bestes geben.” Jeder kleine Erfolg während der Vorbereitung ist ein Grund zur Freude und Stärkung.
Wenn du einen besonders schwierigen Schnitt gemeistert hast oder eine Farbe perfekt gemischt hast, klopf dir innerlich auf die Schulter. Diese kleinen Siege summieren sich und bauen dein Selbstvertrauen auf.
Und ganz wichtig: Gönn dir auch Pausen! Burnout bringt niemandem etwas.
Netzwerken und Weiterbildung: Dein Weg nach der Prüfung
Herzlichen Glückwunsch, die Prüfung ist geschafft! Aber Moment mal, jetzt geht die Reise erst richtig los! Der Gesellenbrief ist nur der erste Schritt in einer unglaublich spannenden und kreativen Branche.
Ich habe im Laufe meiner Karriere immer wieder festgestellt, dass Stillstand Rückschritt bedeutet. Die Welt der Haare entwickelt sich ständig weiter, und wer am Ball bleiben will, muss bereit sein, immer wieder Neues zu lernen.
Das ist nicht nur gut für eure Kunden, sondern auch für eure eigene Motivation und eure Karrierechancen.
Bleib am Puls der Zeit: Trends und Techniken
Die Friseurbranche ist dynamisch wie kaum eine andere. Neue Schnitttechniken, Farbneuheiten, Pflegetrends – da gibt es immer etwas zu entdecken. Ich liebe es, mich auf Messen inspirieren zu lassen oder an Workshops teilzunehmen.
Das hält meinen Geist frisch und meine Kreativität am Laufen. Und das Beste daran: Alles, was ihr lernt, könnt ihr direkt in euren Salonalltag integrieren und euren Kunden anbieten.
Das macht euch nicht nur zu einem gefragten Experten, sondern steigert auch eure Einnahmen. Wer seinen Kunden immer die neuesten Looks bieten kann, bindet sie langfristig.
Dein Netzwerk: Kollegen sind Gold wert
Manchmal fühlt man sich als Friseur allein auf weiter Flur, aber das stimmt gar nicht! Vernetzt euch mit anderen Kollegen, tauscht euch aus, gebt euch gegenseitig Tipps.
Ich habe über die Jahre ein wunderbares Netzwerk aufgebaut, und wir unterstützen uns gegenseitig bei Fragen oder Herausforderungen. Ob es um neue Produkte geht, Marketing-Ideen oder einfach nur um einen guten Rat – Kollegen können eine unglaubliche Bereicherung sein.
Und wer weiß, vielleicht ergeben sich daraus ja sogar spannende Kooperationen oder neue berufliche Wege. Die Friseur-Community ist stark, nutzt sie!
Abschließende Gedanken
Liebe angehende Friseurmeister und -meisterinnen, ich hoffe von Herzen, dass euch meine Erfahrungen und die vielen kleinen Tricks auf eurem Weg zur Gesellenprüfung helfen werden.
Denkt immer daran: Diese Prüfung ist nicht das Ende, sondern der strahlende Beginn eurer Karriere in einem der schönsten Handwerke überhaupt. Mit Herzblut, Leidenschaft und einer cleveren Vorbereitung werdet ihr diese Hürde meistern und eure Träume verwirklichen.
Ich drücke euch allen ganz fest die Daumen und bin mir sicher, ihr werdet glänzen! Eure Arbeit ist so viel mehr als nur Haare schneiden – es ist pure Kreativität und das Glück, Menschen zu verschönern.
Praktische Tipps für deinen Erfolg
1. Bleibt immer neugierig: Die Friseurwelt entwickelt sich rasant. Besucht regelmäßig Fortbildungen und Messen, um am Puls der Zeit zu bleiben und euch von neuen Trends inspirieren zu lassen. Eure Kunden werden es lieben, wenn ihr ihnen immer die neuesten Looks und Techniken anbieten könnt. Stillstand ist hier wirklich ein Rückschritt, also investiert in euch und euer Wissen.
2. Baut euer Netzwerk auf: Tauscht euch mit Kollegen aus, lernt voneinander und unterstützt euch gegenseitig. Eine starke Community ist Gold wert, egal ob es um neue Produktempfehlungen geht oder um den Austausch über knifflige Situationen im Salonalltag. Gemeinsam seid ihr stärker und könnt voneinander profitieren. Vielleicht ergeben sich daraus sogar spannende Kooperationen.
3. Digitale Präsenz ist entscheidend: Zeigt eure Arbeiten online! Ein professioneller Instagram-Account, ein TikTok-Kanal oder ein eigener Blog können Wunder wirken, um neue Kunden zu gewinnen und eure Expertise zu präsentieren. Lasst eure Kunstwerke sprechen und gebt euren Followern Einblicke hinter die Kulissen. Das schafft Vertrauen und zieht Aufmerksamkeit auf euch.
4. Pflege eure Gesundheit: Unser Beruf ist körperlich anspruchsvoll. Achtet auf ergonomisches Arbeiten, macht regelmäßig Pausen und kümmert euch um eure Hände und euren Rücken. Nur wer selbst fit ist, kann langfristig Höchstleistungen erbringen. Denkt daran, dass ihr euer wichtigstes Kapital seid, und investiert in euer Wohlbefinden.
5. Entwickelt euren eigenen Stil: Lasst euch inspirieren, aber findet eure eigene Handschrift. Das macht euch einzigartig und unvergesslich für eure Kunden. Seid mutig, experimentiert und lasst eure Persönlichkeit in eure Arbeit einfließen. Das ist es, was euch von der Masse abhebt und eure Kunden immer wieder zu euch zurückbringt.
Das Wichtigste auf einen Blick
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Schlüssel zum Erfolg in der praktischen Friseurprüfung ein sorgfältiges Zusammenspiel aus akribischer Vorbereitung, fachlicher Präzision und einer starken mentalen Einstellung ist. Es beginnt mit einer detaillierten Arbeitsplanung, die nicht nur die Schritte, sondern auch die dahinterstehenden Begründungen klar darlegt. Die Prüfungsmappe sollte eure Entscheidungen exakt widerspiegeln, denn jede Abweichung kann entscheidend sein. Im situativen Fachgespräch habt ihr die Chance, euer umfassendes theoretisches Wissen unter Beweis zu stellen und nicht nur handwerkliches Können zu zeigen. Bei Schnitt- und Farbtechniken zählt jeder Millimeter und jeder Farbton – hier ist akribisches Arbeiten unerlässlich. Vergesst nicht die Bedeutung der Kundenkommunikation; ein empathisches Beratungsgespräch schafft Vertrauen und zeigt eure Professionalität. Zeitmanagement ist euer bester Freund, um unter Druck einen kühlen Kopf zu bewahren, und die Wahlqualifikationen sind eure persönliche Chance, zu glänzen. Zu guter Letzt: Vertraut auf eure Fähigkeiten, seid positiv gestimmt und seht die Prüfung als Sprungbrett für eine fantastische Karriere. Mit dieser Haltung und den richtigen Techniken seid ihr bestens gewappnet, um eure Gesellenprüfung erfolgreich zu absolvieren und danach voll durchzustarten. Denkt daran, dass wahre Meisterschaft nicht nur im Können liegt, sondern auch in der Leidenschaft und der stetigen Bereitschaft, dazuzulernen und sich weiterzuentwickeln. Eure Reise fängt jetzt erst richtig an!
Häufig gestellte Fragen (FAQ) 📖
F: ang nicht erst zwei Wochen vorher damit an, sondern bau es schon in den letzten Monaten deiner
A: usbildung regelmäßig ein. Ich habe festgestellt, dass man im Stress oft viel langsamer wird, als man denkt. Durch die Routine unter Zeitdruck wirst du sicherer, deine Bewegungen werden flüssiger und du verbringst weniger Zeit mit Nachdenken.
Dein Gehirn und deine Hände wissen dann einfach, was zu tun ist. Konzentriere dich darauf, die Abläufe zu automatisieren, dann sparst du wertvolle Minuten, die du dann für die Feinheiten nutzen kannst.
Denk daran: Es geht nicht darum, zu hetzen, sondern effizient zu sein! Q2: Ich habe Angst, dass ich während der Prüfung einen Fehler mache oder mir etwas ganz Banales entfällt.
Worauf achten die Prüfer besonders und gibt es typische Fehler, die man unbedingt vermeiden sollte? A2: Das ist eine superwichtige Frage, denn genau solche Gedanken schießen einem durch den Kopf!
Die Prüfer schauen natürlich auf die Technik und das Endergebnis, klar. Aber was oft unterschätzt wird, ist der Gesamteindruck. Das beginnt schon beim Vorbereiten des Arbeitsplatzes: Ist alles sauber, steril und ordentlich?
Dein Arbeitsbereich spiegelt deine Professionalität wider. Ein typischer Fehler ist zum Beispiel, die Hygienevorschriften nicht penibel einzuhalten oder Werkzeuge nicht richtig zu desinfizieren.
Dann die Kommunikation mit dem Modell: Sprich mit ihm, erkläre, was du tust, und achte auf seine Wünsche – das zeigt Empathie und Kundenorientierung. Ich habe selbst erlebt, wie Prüfer genau auf diese Interaktion geachtet haben.
Und vermeide es unbedingt, in Panik zu geraten, wenn mal etwas nicht auf Anhieb klappt. Bleib ruhig, atme tief durch und korrigiere den Fehler professionell.
Ich hatte mal den Fall, dass mir ein Lockenwickler aus der Hand rutschte – statt rot zu werden, habe ich mich kurz entschuldigt und ihn einfach neu gesetzt.
Das zeigt Souveränität! Ein weiterer Punkt: Das Nacharbeiten ist genauso wichtig wie das eigentliche Styling. Stell sicher, dass keine Härchen abstehen, die Konturen sauber sind und das Ergebnis stimmig ist.
Oft sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Q3: Wie gehe ich am besten mit der enormen Nervosität am Prüfungstag um? Ich befürchte, dass ich vor lauter Aufregung mein Wissen und Können nicht richtig abrufen kann.
A3: Oh ja, die Nervosität! Ich kann mich noch genau erinnern, wie mein Herzschlag mir bis zum Hals pochte, als ich meine Prüfung ablegte. Das ist absolut menschlich und zeigt, dass dir die Prüfung wichtig ist.
Mein erster Rat: Akzeptiere die Nervosität! Versuche nicht, sie zu unterdrücken, das macht es nur schlimmer. Sag dir: “Es ist okay, aufgeregt zu sein.” Was mir persönlich immer geholfen hat, war eine ganz bewusste Morgenroutine.
Ich habe mir am Abend vorher alles, was ich brauche, zurechtgelegt, damit ich morgens keinen Stress habe. Am Prüfungstag selbst habe ich mir Zeit für ein gutes Frühstück genommen, etwas Entspannendes gehört und vor allem: bewusst geatmet.
Tief ein- und ausatmen, das beruhigt ungemein. Stell dir vor, du atmest die Aufregung aus. Während der Prüfung kann dir auch ein kurzer Moment der Erdung helfen: Spüre deine Füße auf dem Boden, konzentriere dich kurz auf einen Punkt im Raum.
Und ganz wichtig: Vertraue dir selbst! Du hast so viel gelernt und geübt. Sag dir innerlich immer wieder: “Ich kann das!
Ich habe mich vorbereitet.” Denk an all die Haarschnitte, die du schon gemeistert hast, all die Farben, die du perfekt gemischt hast. Dein Können ist da, die Nerven versuchen nur, es zu verstecken.
Lass das nicht zu! Ein positiver Mindset ist dein stärkster Verbündeter. Du packst das!






